Aptec production

Eine Technologie, die nicht in jedem Betrieb zu finden ist

Bevor die FANTECH LWG 4.0 EXPERT zum Einsatz kam, haben wir einen kompletten Laserarbeitsplatz aufgebaut

Bei dünnwandigen Bauteilen aus Edelstahl und Aluminium, wie sie beispielsweise in Baugruppen für Wärmeübergabestationen zum Einsatz kommen, hängt die Qualität des Schweißergebnisses vor allem vom Wärmeeintrag ab. Konventionelle Schweißverfahren führen häufig zu Verzug, der anschließend manuell korrigiert werden muss. Die Lösung haben wir im Laserschweißen gefunden.

Was ist Laserschweißen und warum war es für uns die naheliegende Wahl?

Laserschweißen verbindet Metalle mithilfe eines hoch fokussierten Laserstrahls anstelle eines elektrischen Lichtbogens. Dadurch entstehen schmale und saubere Schweißnähte bei minimalem Wärmeeintrag in das umgebende Material. Das ist besonders bei präziser Bauteilen⠀wichtig, da konventionelle Schweißverfahren zu Verzug führen oder aufwendige Nacharbeiten erforderlich machen können.
Je weniger ein Bauteil nach dem Schweißen gerichtet, geschliffen oder nachbearbeitet werden muss, desto reibungsloser verläuft der weitere Fertigungsprozess. Genau hier erweitert das Laserschweißen unsere Möglichkeiten. Ein weiterer Vorteil ist die Geschwindigkeit. Im Vergleich zum TIG Schweißen können wir je nach Anwendung drei bis fünfmal schneller schweißen.

FANTECH LWG 4.0 EXPERT

Bei der Auswahl haben wir uns an den Anforderungen unserer täglichen Fertigung orientiert. Unsere Wahl fiel auf FANTECH LWG 4.0 EXPERT 1500 W, eine Anlage der mittleren Leistungsklasse, die den Großteil unserer Anwendungen abdeckt und unsere Schweißtechnik optimal ergänzt. Die Leistung von 1500 W bietet ausreichend Reserven für den täglichen Einsatz und ermöglicht gleichzeitig präzises Schweißen dünnwandiger Bauteile. Zur Ausstattung gehört eine Wasserkühlung, die einen nahezu unterbrechungsfreien Betrieb ermöglicht.

Die Schweißkabine als Grundlage für sicheres Laserschweißen

Als wir mit dem Aufbau unseres Laserarbeitsplatzes begonnen haben, war uns schnell klar, dass eine Laserschweißanlage allein nicht ausreicht. Der Einsatz von Lasertechnologie unterliegt strengen Sicherheitsanforderungen. Nur wenn diese erfüllt sind, kann die Anlage sicher betrieben werden. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Laserschweißanlage auch eine speziell für das Laserschweißen ausgelegte Laserschutzkabine installiert. Sie trennt den Laserarbeitsplatz vom übrigen Produktionsbereich und schafft sichere Arbeitsbedingungen für den Bediener sowie für alle anderen Mitarbeiter in der Fertigung.
Zur Ausstattung gehören Laserschutzbrillen mit einer auf die Wellenlänge des Lasers abgestimmten optischen Dichte, Türen mit Interlock-System, die den Schweißvorgang beim Öffnen sofort unterbrechen, eine Absaugung direkt am Schweißkopf sowie eine fachgerechte Schulung unserer Schweißer.

Das Ergebnis mehrerer Monate Vorbereitung

Das gesamte Projekt hat mehrere Monate in Anspruch genommen von der Auswahl der Technologie über die Vorbereitung des Arbeitsplatzes und die Erfüllung aller Sicherheitsauflagen bis hin zur eigentlichen Inbetriebnahme. Das Laserschweißen ist bislang noch kein fester Bestandteil in Maschinenbaubetrieben, daher freuen wir uns, dass es gerade unsere Möglichkeiten bei der Herstellung von Funktionsbaugruppen sowie Wärmetauscherstationen deutlich erweitert.